Fritzi – ein Sorgenfass ohne Boden

Liebe Lesende,

wie gerne hätte ich euch einmal von durchweg Positivem berichtet; sei es zu Fritzchen, oder auch zu mir selbst. Aber das funktioniert derzeit noch nicht wirklich.

Mir geht es zwar erheblich besser als noch vor Wochen, doch gänzlich schmerzfrei bin ich nach wie vor nicht. Langes Sitzen, oder weite Wege gehen rächen sich mit schlaflosen, weil schmerzhaften Nächten. Allerdings kann ich auf die ganz heftigen Schmerzmittel wie Morphium größtenteils inzwischen verzichten und das allein ist schon viel wert.

Anders das Flauschibauchi; mein herzallerliebstes Nervensägelein wollte auch nach nunmehr monatelangem 100%-Barfen nicht wirklich gut ausschauen. Noch immer ist er der fleischgewordene Flokati, die Irritationen um die Augenpartie sind unverändert heftig und dann entdeckte ich, eher zufällig, an seiner Schwanzwurzel und an der rechten Wangenpartie dunkle Verfärbungen….

 

P1240661

Mehr konnte ich an Fotos nicht rausholen. Er mag an vielen Stellen nicht angefasst werden und ob seiner langen Haare sind die Verfärbungen kaum sichtbar.

In meiner Not und Ratlosigkeit habe ich eine Tierheilpraktikerin hinzugezogen, da die Schulmedizin ja nun lange genug ohne Erfolg an ihm herumexperimentiert hat. Diese Entscheidung war gut so, auch wenn Erschreckendes dabei zu Tage kam:

  • Fritzis Körper weist eine nicht unerhebliche toxische Belastung an Quecksilber, Nickel und Antimon auf
  • ferner sind Phosphor, Chrom und Selen stark erhöht
  • die Darmflora ist „wenig normal“ und zeigt ein Zuviel an Escherichia coli nebst Clostridien, sowie saccharolytische Keime auf
  • und Schimmelpilze haben wir im Darm dann auch gleich noch zu vermelden….

Dass es mich umgehauen hat, brauche ich euch wohl kaum zu sagen 🙁 🙁 🙁

Der Futz ist wirklich ein ewig Gebeutelter; das geht doch schon von Babybeinen an so mit ihm. Einige von euch erinnern sich sicher noch an seine schwarz verkrustete Schnute, die er mit sechs Monaten hatte und an die Dauerdurchfälle, die fast ein Jahr andauerten.

 

photo-14703-af339d6e

Es treibt mir regelmäßig die Tränen in die Augen, wenn ich ihn anschaue, weil er mir so unendlich leid tut. Aber gut, davon wird er auch nicht gesund.

 

DSC_0283

Mit Hilfe der THP, sowie sehr lieber, kundiger Menschen ♥♥♥ wurde eine Entgiftungs- und Aufbauaktion für Fritzchens Körper zusammengestellt, mit der wir sehr hoffen, ihm zu helfen.

  • Fünf Mittel, teils homöopathisch, muss er einnehmen. Diejenigen, welche ich ihm nicht per Futter unterjubeln kann, halt zwangsweise 🙁 Da er aber absolut nicht nachtragend ist, kriegen wir zwei das mittels Spritze ins Maul inzwischen prima hin
  • sämtliche Näpfe mit Keramikglasur sind durch Glas- bzw. Porzellanschalen aus meinem Geschirrschrank ersetzt worden; Edelstahl und Plastik gibt es hier eh nicht
  • erstmal gibt es kein Wasser aus dem Hahn, sondern natriumarmes, stilles Wasser
  • kein Wassernapf mehr auf dem Balkon (vielleicht kommt die Quecksilberbelastung ja durch die blöden Braunkohlekraftwerke zustande, die 20km entfernt von uns stehen…)
  • alles was aus China kommt, Bettchen, Spielzeug etc. wurde verbannt.

In sechs bis neun Monaten lassen wir die Tests wiederholen und schauen, wie weit wir ihm helfen konnten. Ich hoffe natürlich sehr, dass sich äußerlich bereits früher eine Linderung zeigt.

Die ein oder andere von euch wird sicherlich den Gedanken haben, das könne alles durch die Rohfütterung kommen. Da sein jämmerlicher Zustand aber bereits vor der Futterumstellung gegeben war und er ja mehr oder minder kränkelt seitdem er auf der Welt ist, halte ich persönlich das für wenig wahrscheinlich. Zudem ich m. E. sehr umsichtig bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten, sowie der Auswahl der Rezepte und Ingredienzien bin. Ich absolviere derzeit auch einen sehr anspruchsvollen BARF-Kurs, der ein wirklich umfangreiches Wissen vermittelt.

Der Wohlfühlfaktor durch die Futterumstellung ist bei allen fünf Fellnasen jedenfalls enorm hoch – sie fressen allesamt mit großer Freude die Näpfe blitzeblank und das ewige Mäkeln ist Schnee von Gestern. Ich muss eher aufpassen, dass sie nicht etwas zuuuu plüschig werden 😮

Cosi und Clärchen haben *hüstel* gut zugelegt und auch Jussi ist irgendwie so gar nicht mehr klein….

DSC_0249

DSC_0239

 

Nur mich selbst kostet das Barfen streckenweise nach wie vor Überwindung; ein Herz zu zerteilen ist und bleibt ein sehr emotionaler Akt für mich, der je nach seelischer Verfassung auch durchaus mit Tränen begleitet wird. Und ich habe mir Grenzen gesetzt, was geht und was nicht geht. Kükies z. B. gehen nicht, ich bringe es einfach nicht übers Herz, auch wenn ich natürlich weiß, dass diese kleinen Seelchen ein „Abfallprodukt“ der nimmersatten Menschen und in fast jedem Dosenfutter zu finden sind.

Gott sei Dank stiessen sie bei den wenigen Versuchen hier auch nicht wirklich auf großes Interesse. Naja, ausser bei Clärchen. Aber die kriegt jetzt stattdessen ab und an mal einen Hühnerhals zum „knuspern“. Finden die anderen voll doof und viel zu anstrengend, so dass sie in aller Ruhe und seeligst mit halb geschlossenen Augen darauf herumkauen kann.

Den Großteil des Fleisches beziehe ich im Übrigen von ländlichen Kleinbetrieben hier aus dem Umfeld; keine Massentierhaltung, kein Transportstress, viel frische Luft (so sie, dank RheinBraun, überhaupt hier vorhanden ist…!!!), bzw. einem Versand für Frostfleisch, der die gleiche Philosphie in Sachen „Nutz“tiere hat, wie ich selbst.

 

P1240652

Etwas Positives habe ich aber doch noch zu erzählen. Trotz Schmerzen habe ich mir selbst zum Nikolaus ein Clicker-Seminar bei der wunderbaren Christine Hauschild geschenkt! Gebucht hatte ich das schon lange vorher und Absagen wegen Aua wollte ich nun so ganz und gar nicht. Wann ist sie schon mal hier in der Gegend? Das kommt ja nur alle Jubeljahre vor.

Es war sehr schön, sie persönlich kennenzulernen und ich hatte trotz Vorkenntnissen diverse Aha-Erlebnisse; die Stunden haben sich in jeglicher Hinsicht gelohnt. Ich musste zwar leider vor dem Ende schon aufgeben, weil mich meine ollen Knochen nicht länger dort sitzen ließen, aber das meiste habe ich doch mitbekommen.
Und bin jetzt hoch motiviert, wovon das Fritzchen bereits fein profitiert hat. Den Rest der Bande kriege ich auch noch dahin. Ganz bestimmt!!

DSC_0204

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten auf Fritzi – ein Sorgenfass ohne Boden

  1. Franka Wenzel sagt:

    Liebe Barbara *drück*

    ich bin sprachlos, was ihr alles durchmachen müsst. Ich hoffe, dass es Fritzi ganz schnell besser geht und die Therapie anschlägt. Aber ich bin guter Dinge, THP hat schon so manches bewirkt.

    Dir wünsch ich auch gute Besserung und hoffe, dass es weiter bergauf bei dir geht.

    • Babs sagt:

      Ich danke dir, liebe Franka. Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass unsere Maßnahmen greifen. Alles andere lassen wir schlicht nicht zu! 🙂

  2. Liebe Barbara,

    Dir wünsche ich ganz schnell gute Besserung! So KnochenAua ist schon richtig Stoffwechselabfallprodukt 🙁 (meine allmorgendlichen und teils auch täglichen Schmerzen durch Verspannungen sind seit der neuen Matratze so gut wie weg – Halleluja).
    Fritzchen wünsch ich selbstverständlich auch ganz schnell gute Besserung. Ich weiß es nicht mehr – habt ihr auch schon mal einen Darmaufbau gemacht bei Fritzchen? Sprich das mal bei der THP an – evlt. ist das ja auch was für nach der Entgiftung?
    Mit dem BARF tust du für deine Bande definitiv was Gutes – wer weiß wie’s Fritzchen mit herkömmlichem Futter ginge …

    *Drücker*

    • Babs sagt:

      Ein liebes Dankeschön auch an dich, Sabine. Und klar, Darmaufbau betreiben wir natürlich zeitgleich. Alles wird gut! Muss einfach!

  3. Ach mensch, das ist ja wirklich ein nicht enden wollendes Martyrium 🙁 Wie kommt denn all das böse Zeugs in den Süssen rein? Ich habe je eh keine Ahnung, aber mein Laienhirn meint: Angenommen es wäre irgendwas in eurer Umgebung, in Spielsachen/Bettchen oder gar im Futter – dann hätten die anderen doch auch Probleme, nicht? Hmpf. Ich kann gar nichts weiter tun, als euch ganz fest die Daumen zu drücken, dass die THP ihm helfen kann <3

    Und für dich natürlich auch weiterhin gute Besserung gewünscht! Ach mönsch 🙁

    Aber ich beneide dich um das Clicker-Seminar mit Frau Hauschild – das war sicher sehr interessant und lehrreich. Irgendwann schaffe ich es auch mal noch, sie in Aktion zu erleben 😀

    Die besten Wünsche von den Zwerglis und mir für Fritzilein und dich – und liebe Grüsse an die restlichen Schnuten <3

    • Babs sagt:

      Ja, mein Liebes, das habe ich natürlich auch spontan gedacht. Aber, es ist doch wie bei den Menschen: was den einen krank macht, ist für den anderen überhaupt nicht spürbar.

      Und Fritzis Immunsystem ist ja seit Kindesbeinen an höchst anfällig. Anders kann ich es mir nicht erklären, denn die anderen vier sind pumperl ‚gsund – zumindest sehen sie so aus. Die Untersuchungen für alle fünf Katzen kann ich mir momentan nicht leisten. Deshalb verfahre ich hier nach dem unbedriedigenden Motto: was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!

      Möglicherweise hat Fritz ein genetisches Problem? Who knows? Jedenfalls bilde ich mir ein, dass er gerade etwas besser ausschaut. Das Maßnahmen-Paket läuft jetzt seit zwei Wochen. Kann natürlich sein, dass es reines Wunschdenken von mir ist.

  4. Na, da gebe ich dir natürlich wie so oft gerne recht: Man denkt und kommt doch zu keinem Schluss – und hofft das Beste. Was sonst? Darum befragt man ja Fachleute wie es deine TAs ohne Zweifel sind. Aber wenn die auch nicht… Aber da hast du ja Giftstoffe unter anderem genannt – das ist ja heftig, oder? Da kann es doch fast nicht sein, dass nur einer reagiert. Gibt es denn irgendeinen Ort, eine Besonderheit – irgendwas, das nur Fitzefatz allein betrifft? Irgendein Leckerli, ein Lieblingsdins, das nur er mag, irgendein Loch, in dem nur er verschwindet? Ich meine: Quecksilber, Nickel, Chrom, Selen, Schimmel und was noch alles – das ist doch auch nicht „genetisch“? Irgendwas muss er doch anders machen als deine anderen – mal ab davon, dass er ohne Zweifel schon veranlagt anfälliger ist, was nachvollziehbar ist. Aber irgendwas – bist du sicher, dass er sich nicht ohne dein Wissen zu irgendwas Zugang verschafft, das ihm schadet und von dem du noch nix weisst? Ich will dich jetzt null stressen, gell! Aber das ist doch nicht „allein genetisch“ – oder doch? Ich weiss es ja auch nicht – aber irgendwas.,… Also meine hier zB. da hat jeder so seine Geheimdingens, die ich nur am Rande wenn überhaupt zufällig mitkriege. Vielleicht hat Fritzchen auch ein Geheimnis, das man dringend entdecken müsste? Ich will dich nicht stressen! Ich drücke die Daumen, dass alles endlcih mal gut wird und ihr „zur Ruhe kommt“!

  5. Babs sagt:

    Geheimecken gibt es in meiner übersichtlich kleinen Wohnung nicht. Auch keine Verstecke, oder so. Da ich ja seit Wochen rund um die Uhr Zuhause bin, wage ich darauf sogar einen Schwur 😉

    Natürlich hat eine toxische Belastung keine genetische Ursache, das ist mir schon klar. Jedoch kann eine entsprechende genetische Disposition, zumindest nach meinem Laienverständnis, eine Erkrankung aufgrund von Giften zum Ausbruch bringen – oder eben nicht.

    Um Klarheit zu erlangen, müsste ich für alle die entsprechenden Fell- und Kotanalysen veranlassen. Das kann ich aber, offen gesagt, finanziell derzeit nicht stemmen. Ich habe vor, das nach und nach machen zu lassen. Und dann wüsste ich auch „nur“, dass vielleicht alle diese Belastungen haben, kenne aber immer noch nicht den Auslöser.

    Woher die *sorry* Scheisse kommt, kann ich ja auch nur mutmaßen. Schimmelpilz kann er z. B. durch das lange Zeit als Leckerlie verabreichte TroFu bekommen haben. Oder er hat es sich an seinem Lieblingsliegeplatz am SchlaZi-Fenster eingefangen; dort war die Silikondichtung von Schimmel befallen, was ich beschämenderweise erst neulich gesehen und natürlich sofort entfernt habe. Es ist aber auch möglich, dass die Kotprobe durch eine Umweltkontamination den Schimmelpilz aufweist…Dennoch habe ich entschieden, ihm die entsprechenden homöopathischen Tropfen zu geben, da mir dies sicherer erscheint.

    Die Belastung mit Quecksilber hat ihren Ursprung vielleicht in den zwei Braunkohlekraftwerken, die keine 20km entfernt ihren Dreck in die Luft blasen. Braunkohlekraftwerke gelten allgemein als Quecksilberschleudern. Da Fritzi leidenschaftlich gerne (und als einziger!) aus der auf dem Balkon befindlichen Wasserstelle gesoffen hat, könnte, theoretisch, das Gift so in ihn gelangt sein. Was weiß ich, wie es vielleicht in meinem Organismus dadurch aussieht? 🙁
    Den Brunnen habe ich natürlich auch entfernt.

    Allein: ich weiß nichts sicher! Und niemand kann mir all meine Fragen einhundertprozentig und vor allem befriedigend antworten. Vielleicht sind die ganzen Tinkturen und Pülverchen auch Mumpitz; sie geben mir aber das Gefühl, etwas tun zu können.

    Sag du mir, was noch möglich wäre, ich nehme jede Anregung und Idee begierig auf!! Hätte ich eine Tierklinik wie ihr in Zürich, würde ich schon längst dort gewesen sein. Aber hier im Umkreis habe ich alles durch, was einen guten Namen hat. Das Ergebnis ist bekannt 🙁

    • Leider habe ich natürlich noch weniger Ahnung als du, was die Ursachen sein könnten – ich wünschte nur so sehr, dass ihr sie findet und so die Sorgen endlich los würdet, dass ich einfach in blinder Hoffnung vor mich hinbrabble 🙁 Und wenn ich teils entdecke, welche Winkel der Wohnung die Zwerglis entdecken, von deren Existenz ich nicht mal wusste, dachte ich, vielleicht habt ihr bei euch auch solche bislang unbekannten Paralleluniversen. Aber deine Überlegungen klingen ja schon sehr schlüssig.

      Es ist wirklich schade, dass man Fritzi nicht sozusagen einfach mal in die Zürcher Uniklinik schicken kann. Aber nur so als spontane Blabla-Idee: Gibt es evtl. irgendwelche Daten/Proben, die man deren Spezialisten/Forschungsabteilungen einschicken könnte? Wirklich keine Ahnung – aber vielleicht eine Überlegung wert? Du siehst: Ich brabbel wiedermal einfach so vor mich hin.

      Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass die Sorgen um Fritzi mal ein Ende haben und es dem Bub rundum gut geht, damit er dich statt mit gesundheitlichen Sorgen lieber wieder mit seinem ungestümen Wesen an den Rand des Wahnsinns treiben kann 😉 Die Zwerglis und ich schicken euch unsere besten Wünsche! <3

  6. Babs sagt:

    Danke dir von Herzen ♥ Sollten wir mit unseren eingeleiteten Maßnahmen ins Leere greifen, werde ich mich auf jeden Fall nach diesem Vorschlag erkundigen. Fragen kostet ja bekanntlich nix.

    Und zu diesem Punkt:

    „damit er dich statt mit gesundheitlichen Sorgen lieber wieder mit seinem ungestümen Wesen an den Rand des Wahnsinns treiben kann.“

    Du, das macht er zeitgleich!!! Da kennt der nix! Gestern wollte ich ihn schon verschenken…. aber den nimmt ja keiner! :-/ 😮 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.