Die Fellnasen

Wie alles begann…

…ganz ehrlich? Daran mag ich überhaupt nicht mehr denken 🙁

Seit meiner frühesten Kindheit lebten Katzen in unserer Familie und was ich bzw. wir an den armen Tieren aus Unkenntnis alles „verbrochen“ haben, treibt mir heute noch die Tränen in die Augen.

Nein, nein, gequält haben wir natürlich kein einziges dieser Wunderwesen, wir haben ja immer und nur und ausschließlich aus Liebe gehandelt. Nur das wir einfach keine Ahnung hatten, was so ein Katz denn glücklich macht 🙁 . Überhaupt keine!

Selbst heute, in Zeiten des Informationsüberflusses gibt es noch so erschreckend viele unwissende, falsch handelnde und oftmals völlig desinteressierte Katzenhalter; welch eine Schande für diese wunderbaren und einzigartigen Geschöpfe.

Die Tatsache, dass ich mich nun intensiv mit dem Thema „glückliche Wohnungs-Katze“ beschäftige, sehr viel dazu lese und ausserordentlich bemüht bin, das Gelernte umzusetzen, kommt diesen vier Protagonisten, so denke ich, sehr zugute.

 

Cosimo

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der „Cheffe“. Wurde im Mai 2005 auf einer Straße in Istanbul geboren und wäre ohne die beherzte Hilfe der wunderbaren Banu vom Verein Lichtblicke für Tiere ganz sicher dort elend verhungert.

Im Oktober 2008 starb mein geliebter Kater Poldi; meine Katze Sunny blieb einsam zurück.

Also holten wir Cosi im Januar 2009 in unser Leben. Er ist eine solche Seele von Kater, ein wunderbarer, liebenswerter Kuschelbär. Seine tiefe und ungeteilte Zuneigung gilt klar den Menschen. Meinen Freund und ihn verbindet eine ganz besonders innige Liebe. Die jeweiligen felligen Mitbewohner nimmt Cosi eher gutmütig in Kauf.

 

 

Pepe

 

Damals

Damals

Heute

Heute

 

Geboren im Mai 2010 in einem Schrebergarten in Köln

Pepe ist ein Traum, einfach die „perfekte“ Katze: schön, schlank, elegant, klug, sozial mit seinen Artgenossen und den vertrauten Menschen gegenüber ein hingebungsvoller Schmuser.

Als er mir jedoch mit knapp 18 Wochen vom Katzenschutzbund Köln anvertraut wurde zur Verstärkung des einsamen Cosimo, sah das ein klein wenig anders aus….

Sunny war schrecklicherweise ihrem geliebten Poldi 21 Monate später gefolgt und Cosi sollte auf keinen Fall allein bleiben; schließlich bin ich berufstätig und auch, wenn er Menschen mehr schätzt als Katzen; 10 – 11 Stunden allein sein? Nee, das konnte ihn nicht glücklich machen.

Nach einer in der Vergangenheit gescheiterten Zusammenführung mit einem erwachsenen, leider sehr dominanten Kater, wollte ich Cosi lieber ein „harmloses“ Kitten dazu geben.

 Soweit der Plan…

Neben dem Spitznamen „Fliegenbein“ verliehen wir Pepe sehr rasch den Namen „Duracell“ (!!), denn er war kittentypisch derart voller Energie, dass er einfach kein Ende fand. Unfassbar, welche Power in so einem Zwerg steckt 😮 Er war un-ka-putt-bar!!

Ich hatte den immer noch ausgeprägten Spieltrieb unseres fünfjährigen Türken über- und die Ausdauer eines Kitten vollkommen unterschätzt. Himmel, hilf!!

Das konnte so natürlich nicht bleiben. Cosi musste entlastet und Pepe beschäftigt werden. Also zog 34 Tage nach Pepe auch diese kleine Fluse hier ein:

 

 

Fritzi

 

Damals

Damals

Heute

Heute

 

Im selben Schrebergarten und wohl auch zur selben Zeit geboren wie Pepe, ist er vermutlich sein Bruder oder Cousin.

Fritzchen ist leider von Geburt an taub.

Ihn in unser Leben zu holen, war für Pepe und Cosimo die perfekte Entscheidung……….vor uns verbarg sich dies „Perfektion“ jedoch für eine recht lange Zeit…!

Denn das Flauschibauchi ist anders – einfach ganz anders als alle Katzen mit denen ich bis dato zu tun hatte. Ich gehe davon aus, dass seine Gier nach Aufmerksamkeit und seine niedrige Frustrationsschwelle auch eine Folge seiner Behinderung ist, nicht nur Teil seines Charakters. Allein: das Wissen darum schützt nicht immer vor Verzweiflung 🙁 .

Das erste Jahr mit ihm zusammen hat sehr viel Energie, Nerven und Material (vornehmlich aus Glas oder Prozellan) gekostet, das muss ich ganz offen eingestehen.

Doch Dank der unablässigen Hilfe und des herzlichen Zuspruchs einiger wunderbarer, wissender Frauen und ob der vom allerersten Blick auf dieses Flüsken entflammten großen Liebe, haben Fritzi und ich nun schließlich eine ganz intensive Beziehung  zueinander gefunden. Und doch bleibt das Leben mit ihm …..anstrengend.

 

Man sollte meinen, nach dem aufreibenden Start mit Fritzi hätte ich die Nase voll von Zuwachs….tja….erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt  🙂

Es war eigentlich überhaupt nicht angedacht die Gruppe zu vergrößern, aber ich las täglich die Hilferufe der Katzenschützer die für so viele, unendlich viele Fellnasen ein zuhause suchen und gelangte zu der Überzeugung: ich muss helfen!

Nadja vom Katzenschutzbund Köln wusste auch sogleich Rat 🙂  Sie fand es an der Zeit, die Männer WG mit einem weiblichen Part etwas aufzumischen. Und so hielt Einzug im April 2012 das

 

Clärchen

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damals 2 Jahre jung, wildgeboren, aber schon seit 1 1/2 Jahren auf einer Pflegestelle, leider unantastbar 🙁  und zudem FIV+ getestet!

Natürlich war ich ob der Diagnose FIV+  erst einmal sehr erschrocken und voller Angst, aber ich ließ mich aufklären über die gegen Null tendierende Ansteckungsgefahr bei sozialen, friedlichen Tieren. Auch meine Sorge, Clärchen im Falle einer Krankheit nicht gut helfen zu können, da sie sich ja nicht anfassen ließ, konnte mich von meinem einmal gefassten Entschluss nicht abbringen.

Nadja hat Clärchen vollkommen richtig gesehen und beschrieben: die Maus ist die perfekte Ergänzung zu der Kater-Gang: tough, unerschrocken, weder dominant noch devot sondern einfach nur zauberhaft.

Einige Monate nach ihrem Einzug konnte ich sie das erste Mal streicheln; seit dem machen wir rasante Fortschritte und sie mutiert zur Schmusequeen! Gestern lag ihr Köpfchen schon auf meinem Knie… ♥

 

Tja….bis Februar 2014 endete die Vorstellung der felligen Mitbewohner hier und dann, dann wurde ich „Pflegestellenversager“!

Jussi ♥

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Geboren im Mai 2013 war sie als Kitten für knapp drei Monate bei uns in Pflege, wurde dann vermittelt, aber wieder zurückgegeben, weil sie leider doch nicht den Vorstellungen der Interessenten entsprach und offenkundig auch kreuzunglücklich war. Nun ergänzt diese zuckersüße, lebhafte, verschmuste Quasselstrippe unsere Familie und es vergeht kein Tag, an dem wir nicht zutiefst glücklich darüber sind.

 

 

 

 

 

 

 

8 Antworten auf Die Fellnasen

  1. Brigitte sagt:

    Ja – da werden auch bei mir Erinnerungen wach! ♥

    • Babs sagt:

      Gell? Hast ja auch alles quasi (bäääähhhh – böses Wort, böses!), also gewissermaßen hautnah mitbekommen damals 🙂

  2. Hach, die Süssen! ♥♥♥♥ Und Dankeschön für den Hinweis wegen Fotos vergrössern 😀 😉

    Barbara, das geht mir genauso: Leider haben wir bei unseren früheren Haustieren auch so vieles falsch gemacht, ich darf gar nicht dran denken, und hoffe von Herzen, sie mögen mir unsere Unwissenheit irgendwie verziehen haben 🙁 Aber nun haben wir dazugelernt, das zählt ♥

    Grüsse mir deine Zaubernasen herzlichst!

  3. Petra sagt:

    Ja, das Clärchen……………………….eine bezauernde Süßmaus!!!!!!!!!!!!!♥♥♥♥

    PS. Die Herzen sollen mit der Taste „Alt“ und „3“ funktionieren, bei meinem läppi klappt das aber aus irgendwelchen Gründen nicht! Ich hab sie einfach aus dem Kommentar von Iwon kopiert.

    • Babs sagt:

      Oh die Petra ist da! Ich freue mich, dass du zu uns gefunden hast. Und ja, mittlerweile weiß ich auch, wie die Herzchen funktionieren 😀

  4. Liebe Barbara, ich könnte stundenlang hier weiter lesen und Bilder schauen..soooo toll die Seite bzw. Homepage. Kannst Du sowas auch? Oder Bernd? Finde ich eine genial Idee eines digitalen Erinnerungs-/ Fotobuches. DANKE für den Link ♡

    • Babs sagt:

      Ah, die liebe Bettina. Wie schön, dass du dir die Zeit genommen hast. Und wie schön, dass es dir hier gefällt. Den blog hab ich dank tatkräftiger Fern-Hilfe meiner liebsten Freundin Iwon und unter gefühlter Einbuße mehrerer Lebensjahre ganz allein gebastelt; die Fotos sind allerdings zur Hälfte von Bernd. Er ist mein großer Lehrmeister in Sachen Fotografie.

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